Gesunde Fette und die Wichtigkeit der Omega-3-Fettsäuren in unserer Ernährung

Das ist wichtig:

– Hochqualitative Nahrungsfette sind nicht zu fürchten und machen nicht dick.
– Dein Körper ist auf gewisse Fette angewiesen und stellt sie teilweise sogar selbst her, damit er funktionieren kann. Sogenannte essentielle Fettsäuren müssen aber über die Nahrung zugeführt werden.
– Unsere moderne Ernährung stellt die Versorgung mit den notwendigen Omega-3-Fettsäuren nicht sicher und es sinnvoll dafür Sorge zu tragen.
– Nimm ein hochqualitatives Supplement aus tierischer Herkunft zu dir, denn Supplemente auf pflanzlicher Basis liefern dir nicht die wirklich wichtigen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA, die dir letztendlich die gesundheitlichen Vorteile bringen.
– Fischöl hilft beim Abnehmen.

Die auch von offizieller Seite geschürte Fettphobie hat zum Glück in den letzten Jahren nachgelassen, aber deren Nachwirkungen sind immer noch zu spüren. Gestern habe ich ein paar Leuten etwas von meiner Nuss- und Trockenfruchtmischung angeboten, was zwar dankend angenommen wurde aber auch ein schlechtes Gewissen ausgelöst hat, denn Nüsse seien ja „Hüftgold“. Leider weit gefehlt. Nüsse enthalten eine unglaubliche Dichte an gesundheitsförderlichen Nährstoffen wie Vitamin E, Mineralien wie Magnesium und eben auch bestimmte Fette. Ob man jetzt an den Hüften dazugewinnt hat nichts mit dem Fett in den Nüssen zu tun, sondern eher mit dem Lebensstil und der Ernährung insgesamt. Nüsse als natürliches nicht industriell bearbeitetes Lebensmittel haben sich einen festen Platz in einer der Gesundheit förderlichen Ernährung gesichert – man muss ja nicht gleich die ganze Packung essen. Genau so sieht es mit Butter aus. Wer hier der Halbfettmargarine den Vorzug gibt, konsumiert ein industrielles Kunstprodukt.

Was ist nun Fett? Fett sind Triglyceride. Diese bestehen aus einem Glycerinmolekül an dem drei Fettsäuren haften. Egal ob pflanzliches oder tierisches Fett, die Struktur ist gleich. Bei der Fettverdauung werden die Fettsäuren vom Glycerin abgespalten. Die Fettsäuren bestimmen die Eigenschaften eines Fettes, da das Glyzerin immer dasselbe ist. Die Eigenschaften der Fettsäuren können sein: Wasserlöslichkeit, Schmelzpunkt, damit einhergehend die Eignung für warme oder kalte Küche und natürlich die Verarbeitung in deinem Körper, die gesundheitsförderlich sein kann oder eben nicht.

Fettsäuren sind kettenförmige Moleküle, die hauptsächlich aus Kohlenstoff und Wasserstoff bestehen. Die Fettsäuren werden nach der Art und Anzahl der Kohlenstoffverbindungen klassifiziert. Weist eine Fettsäure nur einfache Kohlenstoffverbindungen auf, so handelt es sich um eine gesättigte Fettsäure. Diese sind besonders stabil und unempfindlich. Butter und Kokosfett sind hier ein gutes Beispiel: natürliche gesunde Fette, die wegen ihrer Stabilität bei großer Hitze (hoher Rauchpunkt) eben viel besser zum scharfen Anbraten geeignet sind als so manches andere empfohlene Pflanzenfett.

Neben den einfachen Kohlenstoffverbindungen kann es auch Doppelbindungen geben. Diese werden als ungesättigt bezeichnet, da Doppelbindungen immer auf „Partnersuche“ sind, d.h. sie sind chemisch sehr reaktionsfreudig. Weist eine Fettsäure eine einzige Doppelbindung auf, so handelt es sich um eine einfach ungesättigte Fettsäure, zum Beispiel die Ölsäure im gesunden Olivenöl. Bei zwei oder mehr Doppelbindungen handelt es sich um mehrfach ungesättigte Fettsäuren.

Die Anzahl und Position der Doppelbindungen ist entscheidend dafür, was der Körper mit der Fettsäure anfangen kann. Ob er sie zur Energieversorgung verbrennt, in eine Zellmembran einbaut oder einen Signalstoff daraus bastelt. In dieser Hinsicht wichtig ist die erste Doppelbindung vom Körperende der Fettsäure aus gesehen. Sie wird mit dem griechischen Buchstaben Omega bezeichnet. Befindet sich die erste Doppelbindung am dritten Kohlenstoff von hinten, ist es eine Omega-3-Fettsäure. Taucht die erste Doppelbindung am sechsten Kohlenstoff auf, handelt es sich um eine Omega-6-Fettsäure.

Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sind für den menschlichen Organismus essentiell, d.h. sie müssen unbedingt mit der Nahrung zugeführt werden. Und das in einem bestimmten Verhältnis zueinander. Hier liegt jedoch das Problem.

Als unsere Vorfahren noch Jäger und Sammler waren, folgten sie der Steinzeit-Diät. Die Regeln sind hier ganz einfach gewesen: Kann es gehen, schwimmen, fliegen oder krabbeln, dann iss es! Kann man es pflücken, abstauben und ist es genießbar, dann iss es! Nur vor 500 Generationen – und für 2,5 Millionen Jahre davor – hat jeder Mensch auf der Erde sich auf diese Weise ernährt. Es ist die Diät, auf die jeder von uns zugeschnitten ist, und der lebenslange Ernährungsplan, der für ein normales Gewicht und Gesundheit sorgt.

Vor Einführung der Landwirtschaft lag das Omega-3- zu Omega-6-Verhältnis bei 1:1. Heute liegt es irgendwo zwischen 1:10 und 1:20. Dies ist mit dem Verzehr und der Verfütterung von Getreideprodukten zu erklären. Getreide ist reich an einer pflanzlichen Omega-6-Fettsäure, der Linolsäure. Diese essentielle Fettsäure wird im Körper durch ein Enzymsystem geschleust, um Arachidonsäure (AA) herzustellen. Zuviel davon ist schlecht, denn die daraus hergestellten Botenstoffe können entzündungsfördernd wirken. Und es gibt definitiv zuviel davon. Brot, Müsli und Nudeln sind nur der Anfang. Aus Getreide werden die meisten Speiseöle hergestellt, die wiederum in allen industriell hergestellten Produkten zu finden sind. Tiere, die in freier Wildbahn nur Gras essen würden, bekommen Getreide vorgesetzt. Die Omega-6-Fettsäuren dominieren sowohl bei pflanzlichen als auch bei tierischen Lebensmitteln. Omega-3-Fettsäuren haben das Nachsehen – mit schweren gesundheitlichen Konsequenzen.

Um das Omega-Verhältnis wieder einigermaßen in die richtige Richtung zu verschieben, sollte man auf der einen Seite den Verzehr von Omega-6-Fettsäuren reduzieren und auf der anderen Seite den Omega-3-Fettsäuren beim Essen den Vorzug geben. Wo findet man die nun? Reichhaltige pflanzliche Quellen sind z.B. Chia- und Leinsamen, Leinsamenöl, Walnüsse und bestimmte Gemüsesorten. Hier enthalten ist die Alpha-Linolensäure (ALA), die wiederum im Körper durch ein Enzymsystem zur Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DPA) umgebaut wird. Mit diesen beiden Omega-3-Fettsäuren kann der Körper letztendlich arbeiten. Das Enzymsystem für den Umbau der Omega-3-Fettsäuren ist jedoch dasselbe wie für die Omega-6-Fettsäuren. Auch hier ziehen die Omega-3-Fettsäuren den Kürzeren. Mit zunehmenden Alter und im Fall von Insulinresistenz oder Diabetes funktioniert dieses Enzymsystem nicht mehr richtig.

Also muss man tierische Omega-3-Quellen essen, denn diese enthalten EPA und DPA – eben die Omega-3-Fettsäuren, die der Körper direkt verwerten kann. Fetter Seefisch, Eier aus Freilandhaltung, Fleisch aus artgerechter Tierhaltung (Gras statt Getreide) und Wild sollten deswegen häufig auf den Tisch. Schafft man das nicht, ist eine Nahrungsergänzung mit Omega-3-Fettsäuren der Gesundheit zuliebe angebracht. Hier kommt Fischöl ins Spiel. Zitat Dr. Nicolai Worm:

„Der Konsum von Fischöl ist übrigens die einzige Therapieform in der Ernährungsmedizin, für die nach den Kriterien von evidenzbasierter Medizin – was heute für die Rechtfertigung eines therapeutischen Einsatzes gefordert wird – ein echter Wirksamkeitsnachweis erbracht worden ist. Eine in klinischen Studien eindeutig belegte Senkung der Sterblichkeit gab es bisher noch für keinen anderen Ernährungsfaktor, weder für Vitamin E noch für Vitamin C, weder für Obst und Gemüse noch für Ballaststoffe, für Margarine und Sojaprodukte schon gleich gar nicht und auch nicht für links oder rechts Gedrehtes…“

Fischöl gibt es inzwischen schon im Supermarkt zu kaufen, meistens in Kapselform. Will man jedoch hochdosieren, muss man schon verdammt viele Kapseln schlucken. Fischöl in flüssiger Form ist da besser dosierbar und hat den Vorteil, dass man daran riechen und die Frische überprüfen kann. Ein hochqualitatives Fischöl ist außerdem von Schwermetallen wie Quecksilber bereinigt, die sich heutzutage nun einmal im Seefisch anreichern. Deswegen muss jemand, der seinen Omega-3-Bedarf nur über häufigen Fischverzehr abzudecken versucht, auch über Entgiftungsmaßnahmen nachdenken. Chlorella bietet sich hier an. Die Schwermetalle im Fisch sind natürlich nicht nur die einzigen Umweltgifte, die heutzutage unseren Körper belasten.

Wieviel Fischöl also einnehmen? Das hängt vom EPA/DHA-Anteil des Produktes ab, denn der ist entscheidend. 1-3 Gramm EPA/DHA pro Tag sind eine gute generelle Empfehlung, abhängig von Körpergewicht, Körperfettanteil und Gesundheitszustand. Bist du übergewichtig und wüten Entzündungsprozesse in deinem Körper (wahrscheinlich das Resultat der typisch westlichen Ernährung und wenig Bewegung)? Dann brauchst du mehr. Bist du schlank und achtest schon darauf möglichst viel Omega-3 und wenig Omega-6-Fettsäuren über die Nahrung zu dir zu nehmen? Dann brauchst du weniger zu ergänzen. Bist du sportlich sehr aktiv? Training mit hoher Intensität und hohen Umfängen führen als Teil der natürlichen Anpassung eben auch zu Entzündungsprozessen, die Teil der Anpassung sind, aber eben auch aus dem Ruder laufen können. Dein Bedarf an Omega-3-Fettsäuren und deren entzündungshemmender Wirkung steigt.

Bei langfristiger Supplementation kann mit vielen positiven gesundheitlichen und leistungssteigernden Wirkungen gerechnet werden.

EPA und DHA stellen sicher, dass die Zellmembranen gesund bleiben. Die Membranen bleiben flexibel und enthalten eine größere Anzahl von Insulinrezeptoren, die empfindlicher und schneller auf zirkulierendes Insulin reagieren. Das führt zu geringerer Fetteinlagerung in den Adipozyten (Fettzellen). Fischöl erhöht die Nutzung von Fettspeichern aus den Adipozyten. Fischöl schaltet die lipolytischen (fettverbrennenden) Gene an und die lipogenischen (fettspeichernden) Gene ab.

EPA reguliert die Blutzufuhr zum Gehirn. DHA ist wichtig für die Gehirnmembranen, das Erinnerungsvermögen und die kognitiven Funktionen.

Fischöl kann durch einige Wirkmechanismen auch den Blutdruck absenken. Diese beinhalten die Zunahme der gefäßerweiternden Verbindung Stickoxid, Verringerung der Gefäßentzündungen, Blockierung der einschränkenden Elemente in der Gefäßwand, wie z.B. der Calciumkanäle, Reduzierung der Blutviskosität und Hemmung eines Blutgefäßschließers (Thromboxan). Lipoprotein (a) ist ein weiterer Prädiktor für Herzkreislauferkrankungen, der durch Fischöl gesenkt werden kann.

Fischöl vermindert C-reaktive Proteine, ein Risikofaktor, der mit entzündlichen Erkrankungen assoziiert wird, einschließlich Atherosklerose, Angina, koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt, Schlaganfall, kongestive Herzinsuffizienz und Diabetes. Der DHA-Anteil im Fischöl scheint am meisten für den schützenden Effekt verantwortlich zu sein. DHA ist auch am besten fähig den Blutdruck zu reduzieren.

Fischöl verbessert das kardiovaskuläre Risikoprofil indem es VLDL-Cholesterin, Homocystein, Fibrinogen zurück- und HDL-Cholesterin hochfährt.

Fischöl erhöht Serotonin (den glücklich machenden Neurotransmitter). Daher verringert Fischöl das Auftreten von Depressionen, Angstgefühlen, Panikattacken und es drosselt das Verlangen nach Kohlenhydraten.

Fischöl senkt die Interleukin-1beta Produktion, was zu einer signifikanten Reduktion der morgendlichen Steifheit und der Anzahl der schmerzhaften Gelenke bei rheumatischen Arthritis-Patienten führt.

Fischöl ist ein hervorragender Stressbekämpfer. Supplementation mit Omega-3-Fettsäuren hemmt die Aktivierung der Steroide Aldosteron, Epinephrin und Norepinephrin (Katecholamine), die von den Nebennieren bei mentalem Stress ausgeschüttet werden, anscheinend durch Effekte im zentralen Nervensystem. Daher wird man bei gleichem Stressumfang weniger Stresshormone produzieren, wenn man regelmäßig Fischöl konsumiert.

All das spricht für Fischöl als dauerhafte Nahrungsergänzung.

Mehr mehr Informationen haben möchte, kann sich auf http://www.optiform-abnehmen.de/ umsehen!

Das Optiform Team

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